Mrz 07 2015

Erfolgreiche Demo gegen die anvisierte Schließung der Dorfgrundschulen

Geschrieben von at 11:09 unter Arbeitskreis Dorfentwicklung

Die Arbeitskreise und Fördervereine der Grundschulen aus Ostenfelde, Westkirchen und Enniger hatten sich zusammengeschlossen, um gemeinsam etwas gegen eine Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zur möglichen Schließung der Dorfgrundschulen im Jahr 2023 zu unternehmen.

 

Neben einer recht erfolgreich verlaufenden Unterschriftenaktion wurde für gestern zur Demo vor dem Rathaus aufgerufen – und das war ein voller Erfolg.

 

demo

 

 

Die Veranstalter schätzen, dass zwischen 350 und 400 Teilnehmer aus den Dörfern und der Stadtmitte kamen, um ihrem Unmut über das Ansinnen Luft zu machen. Andreas Heising, Gabi Frerich-Likus und Christian Westkämper zeigten während der Demo unter viel Beifall ihre Befürchtungen für die Dörfer und deren Einwohner auf.

 

Die Ratsmitglieder, die auf dem Weg zur Fachausschusssitzung um 18 Uhr im Rathaus auf den Vorplatz kamen waren beeindruckt von der Resonanz. Die meisten zeigten sich durch Unterschrift bei der gleichnamigen Aktion solidarisch. Die Demo endete nach Beginn der Sitzung und die Ostenfelder fuhren mit dem extra für die Demo eingesetzten Bus nach Hause. Ein großer Dank gilt der Firma Kottenstedte samt Fahrer Justus Kerssenbrock.

 

Die Zuschauerränge waren während der Sitzung ab 18 Uhr gut gefüllt und das Votum der Politiker einstimmig. So soll das vorgeschlagene Konzept ganz aus dem Haushalts Sicherungs Konzept verschwinden, was aber lt. BM Lülf letztlich Steuererhöhungen z.B. für die Grundsteuer zur Folge hat. Auch könne natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesetzgebung in der Zukunft zu einer Schließung führt, wenn die Schülerzahlen zu gering sind. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, die Schulen so lange wie möglich zu erhalten und an Konzepten dafür zu arbeiten.

 

Der Fraktionsvorsitzende der SPD machte darauf aufmerksam, dass dieses auch zur Folge haben könnte, das Schulkinder aus der Stadtmitte in die Dörfer gefahren würden, wenn dies im Gesamtkonzept Sinn mache und dass dieser Umstand den Eltern in der Stadtmitte dann auch erklärt werden müsse.

 

Der BM gab eine persönliche Stellungnahme für sich und die Kämmerin ab. Danach wurde er durch die Arbeitskreise mit zu rüden Worten jenseits des erträglichen behandelt. Das wahrlich sehen die Arbeitskreise ganz anders.

 

Die Unterschriftenaktion indes wird fortgesetzt und die Initiatoren werden diese rechtzeitig zur Ratssitzung an den Rat übergeben.

 

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